BUSHMAN EXPEDITION HARPYE

BUSHMAN EXPEDITION HARPYE
09.09.2013

Meine Schuhe rutschen über den aufgeweichten schlammigen Weg und über meinen Wangen fließen die ersten Schweißtropfen. Es ist morgens früh. Der Urwald ist hier unten noch sehr dunkel, nur dort oben, in den höchsten Etagen beginnt die Sonne mit ihren warmen Strahlen die ersten erwachenden Vögel zu streicheln. Ich laufe diesen engen Weg nun schon den siebten Tag. Wenn ich auf die Beobachtungsstation in der Nähe vom Nestbaum der „Harpyje des Urwaldes“ klettere, fange ich an die Müdigkeit der letzten Tage zu fühlen.   

Meine Schuhe rutschen über den aufgeweichten schlammigen Weg und über meinen Wangen fließen die ersten Schweißtropfen. Es ist morgens früh. Der Urwald ist hier unten noch sehr dunkel, nur dort oben, in den höchsten Etagen beginnt die Sonne mit ihren warmen Strahlen die ersten erwachenden Vögel zu streicheln. Ich laufe diesen engen Weg nun schon den siebten Tag. Wenn ich auf die Beobachtungsstation in der Nähe vom Nestbaum der „Harpyje des Urwaldes“ klettere, fange ich an die Müdigkeit der letzten Tage zu fühlen.                  

Als ob mir jemand die nassen Eisenstreben der Leiter in meinen Handflächen durchdreht. Es wartet auf mich ein weiter Tag, der an einen militärischen Drill oder die Arbeit einen Scharfschützen erinnert. Zwei mal zwei Meter morsches Brett zwischen den Baumkronen, ohne Dachboden und Geländer. Die starken Regen und die unerbittliche Glut ab wechseln sich ab. Mit den ersten Tropfen des tropischen Regengusses muss man die ganze Technik einpacken und sie wieder auspacken, wenn er wieder so schnell verschwindet, wie er aufgetaucht ist. In der nachmittäglichen Hitze hält mich nur die Angst vor dem Sturz oder das Verpassen der Möglichkeit, den schönsten Adler der Welt zu fotografieren. Ein einjähriges Junges verlässt sein Nestbaum und fliegt in der Umgebung umher. Ich muss meine menschlich unvollkommene Sehkraft mit dem Fernglas unterstützen, damit ich von hier die helle junge Harpyje auf den weit entfernten Bäumen, wo sie im Schatten ausruht sehen kann. Laut schallt der traurige Ruf nach Nahrung, die Ihm das Muttertier alle drei bis vier Stunden vorbeibringt. So bleibt mir nichts übrig, als auf das Glück zu warten, auf diesen kurzen Augenblick, wenn die Natur so breitwillig ist, ihre besonderen Geheimnisse mit uns zu teilen. Dass sie sehr geizig sein kann, das weiß jeder, wer jemals mit wilden Geschöpfen in ihrer natürlichen Umgebung gearbeitet hat. 

Für BUSHMAN Petr Slavik